

Das Wort “Regisseure” hat seinen Ursprung im Französischen (régir) und bedeutet soviel wie “der Leiter” oder “der Leitende”. Als Regisseur wird diejenige Person bezeichnet, welche das künstlerische Gesamtwerk vom Kinodreh (oder Theaterinszenierung) beaufsichtigt und lenkt.
Der Regisseur hat zahlreiche Aufgaben, da er praktisch als Kopf des
ganzen Projektes fungiert - während die Schauspieler oder Techniker
lediglich bestimmte Körperteile des Ganzen sind. Zu diesen
Pflichten gehören im Vordergrund die Interpretation des Drehbuches,
sowie die Arbeit (Anweisungen) mit den Schauspielern. Doch neben
diesen Kernaufgaben hat der Regisseur noch viele mehr - dazu gehört
die Beteiligung an PR-Maßnahmen genauso wie die konzeptionelle
Erarbeitung des Musik-Konzeptes.
Das Berufsfeld der Regie hat sich in der Geschichte oftmals
gewandelt und durch wirtschaftliche Einflüsse verändert - ins
Besondere in Amerika. So war es in den (19)10ern keine Frage, dass
der Regisseur den größten Einfluss auf seinen Film hatte und
dadurch oft weitaus bekannter war, als die teilnehmenden
Schauspieler. Mitte der (19)20er jedoch wurde sein Einfluss auf die
Produktion stark von den Produzenten gemindert, da diese als
Geldgeber sich die Autorität der Entscheidungsfreiheit über das
künstlerische Werk zueigneten.
Hierauf folgte die Freiheitsbewegung der Regisseure, die eigene
Produktionsfirmen gemeinsam gründeten, um die künstlerischen
Entscheidungsfreiheiten beizubehalten.
In der heutigen Zeit funktioniert die Zusammenarbeit zwischen
Regisseuren und Produzenten meist symbiosengleich. Die
Produktionsfirma stattet das Projekt ihres Vertrauens mit den
nötigen Mitteln aus, während die Regie ihres Vertrauens alle
Freiheiten eines Künstlers genießt. Dieses Vorgehen hat die
Schaffung eines Neuen und Nie-Da-Gewesenen zum Ziel.
Zweifelsohne gehört die Regie zu den interessantesten und
kreativsten Berufen überhaupt; doch die Konkurrenz und Belastung,
die mit diesem Beruf zusammenhängen sind nichts für
Nervenschwache.